
Ausbildung zum Assistenzhund
Assistenzhundeausbildung
Assistenzhunde sind weder «normale» Familienhunde noch Therapiehunde – sie sind medizinische und lebenspraktische Alltagsbegleiter. Ein Assistenzhund ist treu an der Seite einer einzelnen Person, die im Alltag gesundheitliche Einschränkungen erlebt. Das grosse Ziel der Ausbildung ist es, dass der Hund aktiv den Alltag seines Menschen erleichtert, Einschränkungen mindert, die Lebensqualität sowie Unabhängigkeit erhöht und Zuversicht schenkt.
Ein Assistenzhund liebt seinen Menschen bedingungslos – egal, ob dieser einen guten oder einen schlechten Tag hat.
Die Hundeschule Hui’ana bietet die Selbstausbildung an. Das bedeutet: Ich begleite und coache euch auf dem gesamten Weg, damit du deinen eigenen Hund Schritt für Schritt zum zertifizierten Assistenzhund ausbilden kannst.
🦮 Einsatzbereiche und Aufgaben
🦮 Kennzeichnung in der Öffentlichkeit
🦮 Finanzierung über die Invalidenversicherung (IV)
🦮 Zulassungsbedingungen zur Ausbildung
🦮 Ablauf und Durchführung
🦮 Kosten
Ich würde mich von Herzen freuen, dich (oder dein Kind) und deinen Hund auf diesem ganz besonderen, lebensverändernden Weg begleiten zu dürfen.



Die Aufgaben eines Assistenzhundes sind so vielseitig wie die Bedürfnisse der Menschen, die sie begleiten. Wir bilden Assistenzhunde für ganz unterschiedliche Bereiche aus: 🐕🦺 PTBS- & Psychiatrische Assistenzhunde: Sie unterstützen Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen oder Angststörungen. Sie leisten sichtbare Aufgaben (z. B. Räume vorab überprüfen und Menschen durch Anstupsen anzeigen) oder unauffällige, regulierende Aufgaben (z. B. das Anzeigen von Flashbacks oder Panikattacken durch erlernte Kommandos, damit rechtzeitig Gegenmassnahmen ergriffen werden können). 🐕🦺 Medizinische Warnhunde: Hunde, die feinfühlig auf körperliche Veränderungen reagieren (z. B. Diabetikerwarnhunde oder Epilepsiewarnhunde). 🐕🦺 Mobilitäts- & LPF-Assistenzhunde: Sie unterstützen Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Alltag (z. B. Gegenstände aufheben, Türen öffnen oder Lichtschalter betätigen). 🐕🦺 Assistenzhunde für Kinder im Schulalltag: Ein wunderbarer und immer wichtiger werdender Bereich. Für Kinder mit Autismus, ADHS, chronischen Erkrankungen oder körperlichen Beeinträchtigungen ist der Hund ein unersetzlicher Fels in der Brandung. Er schenkt Sicherheit auf dem Schulweg, hilft bei Reizüberflutung im Klassenzimmer, baut Stress ab und fördert die soziale Integration unter Gleichaltrigen. Ein Assistenzhund schenkt durch seine pure Nähe Halt. Wie die Hilfe im Detail aussieht, wird exakt auf deine individuellen Bedürfnisse und Einschränkungen angepasst. ⚠️ Wichtiger Hinweis: Die Ausbildung wird individuell abgestimmt. Bei psychischen oder chronischen Erkrankungen ist eine begleitende ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung essenziell. Der Assistenzhund stellt eine grossartige, aktive Unterstützung dar, ist jedoch kein Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Therapie.
Ausgebildete Assistenzhunde tragen in der Öffentlichkeit eine Kennweste mit der Aufschrift «Assistenzhund». Das Umfeld erkennt dadurch sofort, dass es sich um einen Hund im Dienst handelt und eine Einschränkung vorliegt. Welche Erkrankung oder Diagnose genau dahintersteckt, bleibt für Aussenstehende unsichtbar – dessen sollte man sich bei der Anschaffung bewusst sein.
Die Schweizer Invalidenversicherung (IV) leistet bei der Anschaffung und Ausbildung der meisten Assistenzhunde (ausgenommen sind in der Regel Führhunde für blinde Menschen) leider keine finanzielle Unterstützung. Um einen genaueren Einblick in die aktuellen gesetzlichen Regelungen und Richtlinien zu erhalten, kannst du dich beim Bundesamt für Sozialversicherungen im Kreisschreiben über die Invaliditätsbemessung (KSIV) einlesen (siehe Link unten):
Um mit der Selbstausbildung bei Hui'ana zu starten, benötigen wir folgende Grundlagen: 🐕🦺 Der passende Hund: Entweder ist ein Hund bereits bei dir fix eingezogen oder ich unterstütze dich im Vorfeld sehr gerne und kompetent bei der Auswahl eines passenden Welpen oder Second-Hand-Vierbeiners. 🐕🦺 Ärztliche Bestätigung: Ein Schreiben deines behandelnden Arztes, Psychologen oder Psychiaters, in welchem die Diagnose festgehalten ist und kurz bestätigt wird, dass du dich weiterhin in regelmässiger Behandlung/Therapie befindest (bzw. bei Kindern ein entsprechendes pädiatrisches/psychologisches Schreiben). 🐕🦺 Offener Dialog: Die Bereitschaft zu einem transparenten Austausch über deine Bedürfnisse, Ängste und Wünsche, damit ich euch als Team bestmöglich und absolut sicher begleiten kann.
🐕🦺 Der Start (Erstgespräch): Du meldest dich ganz einfach über das Kontaktformular. In unserer ersten gemeinsamen Lektion besprechen wir deine Wünsche und analysieren die Charaktereigenschaften deines Hundes. Wir gleichen ab, wie das natürliche Verhalten deines Hundes optimal genutzt werden kann, und beginnen direkt mit den ersten, grundlegenden Hilfestellungen. 🐕🦺 Die Praxis: In den folgenden Lektionen trainieren wir die spezifischen Aufgaben an unterschiedlichen Orten – mit stetig und kleinschrittig steigendem Schwierigkeitsgrad (z. B. im öffentlichen Verkehr, im Restaurant, an Bahnhöfen oder in der Stadt). 🐕🦺 Der Abschluss: Die Ausbildung wird erfolgreich abgeschlossen, sobald die Theorieprüfung bestanden ist und der Hund die gelernten Hilfestellungen in den Alltagssituationen zuverlässig abruft. Es gibt keinen stressigen, expliziten praktischen Prüfungstermin – der praktische Teil wird von mir laufend während unserer Lektionen evaluiert. Die Theorieprüfung kann ganz entspannt mündlich oder schriftlich abgelegt werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Stresserkennung beim Hund, Ethik im Einsatz und kreativen Ideen zur Hilfestellung.
🐕🦺 CHF 150.– pro Lektion (ca. 60 Minuten) 🐕🦺 Je nach Trainingsort und Distanz fallen individuelle Reisespesen an. 🐕🦺 Kein Abo-Zwang: Da jedes Mensch-Hund-Team sein ganz eigenes Tempo hat, wird jede Stunde einzeln abgerechnet. 🐕🦺 Hinweis: Eine Ratenzahlung ist nicht möglich.


